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Rundgang Hygieneschleuse/Sozialräume

Rundgang durch die Hygieneschleuse und die Sozialräume.

Rundgang Sauenstall

Rundgang durch den Sauenstall.

Künstliche Besamung

• Die Sauen kommen am 4. Tag nach dem Absetzen in den Kastenstand.
• Am 4. Tag werden die Sauen belegt.
• Der Eber bewegt sich vor den Sauen zur Stimulation.
• Durch drücken in die Flanke oder auf den Rücken wird der Duldungsreflex der Sauen kontrolliert. Liegt eine Duldung vor, wird ein Bügel um die Hüfte der Sauen geklammert. Der Bügel simuliert die Vorderfüße des Ebers beim Natursprung.
• Die Scharm wird mit einem trockenen Tuch gesäubert, um einen Schmutzeintrag zu verhindern.
• Die Pipette wird mit Gleitgel betupft und im 45° Winkel und mit einer links Drehung in die Scheide, bis zum Gebärmutterhals, eingeführt.
• Danach wird die Spermatube auf die Pipette gesteckt und am Bügel fixiert.
• Die Sau zieht das Sperma von selbst ein.
• Wenn die Tube leer ist, wird die Pipette mit einer Rechtsdrehung herausgezogen.
• Die Pipette wird auf Schmutz, Blut oder Eiter geprüft. Der Bügel wird wieder von der Sau abgenommen. Der Eber wird nun zu den nächsten Sauen gelassen. Die Sauen verweilen zum Schutz vor Rangkämpfe und zur Einnistung der Föten für 6 Tage im Kastenstand.

Abferkeln – Geburt der Ferkel

Zum Abferkeln befinden sich die Sauen in einem Kastenstand für 3 Wochen. Der Kastenstand dient zum Schutz der Ferkel, damit die Sau die Ferkel beim Hinlegen nicht erdrückt. Circa alle 15 Minuten wird ein Ferkel geboren.

Milchtränke

Die frisch geborenen Ferkel müssen in den ersten 12 Stunden soviel Biestmilch wie möglich aufnehmen, um überleben zu können. Bei großen Würfen wird nach 12 Stunden eine zusätzliche Milchtränke bereitgestellt, um allen Ferkeln eine stressfreie Milchaufnahme zu gewährleisten.

Der Vorteil einer Milchtränke ist, dass die meisten Ferkel bei der Mutter bleiben können und nur wenige Ferkel an eine Ammensau gesetzt werden müssen.

Ferkelkastration

Die männlichen Ferkel werden kastriert, da sie mit der Zeit einen Ebergeruch entwickeln. Dies kann mit Hilfe der Kastration vermieden werden. Wer schon mal Ebergeruch bei der Zubereitung von Schweinefleisch in die Nase bekommen hat, weiß wovon ich spreche.

Ich probierte die Kastration mit Betäubung, eine von drei Möglichkeiten männliche Ferkel für die Mast ohne Ebergeruch aufzuziehen:
Einsatz von Isofluran (Narkosemittel) mit Hilfe eines Narkosegerätes. Hierbei ist die Anwesenheit des Tierarztes erforderlich. Diese Form der Kastration ist eine Alternative zur betäubungslosen Kastration.

Alternativen zur Kastration der männlichen Ferkel:
1. Ebermast
2. Impfung gegen Ebergeruch

Rechtfertigung unseres Tierarztes für den Einsatz von Isofluran:
„… Aus meiner Sicht entsteht hier aus Gründen des Tierschutzes ein Therapienotstand, der den Einsatz einer Inhalationsnarkose mit Isofluran rechtfertig!“