Hofgeschichte

Meine Eltern führten einen Ackerbaubetrieb mit 12 ha im Nebenerwerb.

Ich interessierte mich schon immer für die Landwirtschaft und begann deshalb mit 17 Jahren eine 3-jährige landwirtschaftliche Ausbildung. Nach der Ausbildung entschied ich mich in die Tierhaltung einzusteigen, da ich den Umgang mit Tieren liebe und mein großes Interesse der Sauenhaltung gilt.

Um ganz sicher zu sein, absolvierte ich landwirtschaftliche Praktikas in Sauenbetrieben in Norddeutschland, Dänemark und Kanada. Danach stand für mich fest, dass ich mir meinen eigenen Zuchtsauenbetrieb aufbauen möchte.

Um nicht ins kalte Wasser springen zu müssen, pachtete ich 2006 für ein Pilotprojekt einen leerstehenden Bullenmaststall. Dieser Stall wurde für 12 Zuchtsauen und 40 Mastschweine kostengünstig umgebaut. Ich merkte sehr schnell, dass mir die Arbeit mit den Sauen sehr viel Spaß macht und überlegte, wie ich mir einen wirtschaftlichen Zuchtsauenbetrieb aufbauen könnte.

2007 fing ich an ein für Tierhaltung geeignetes Grundstück zu suchen. Die eignen Flächen kamen aufgrund der Nähe zur Ortschaft und den damit verbundenen baulichen Einschränkungen nicht in Frage.
Die Suche nach einer geeigneten Fläche stellte sich nicht ganz einfach dar. Als die Anfrage für einen außerhalb der Ortschaft liegenden Betrieb öffentlich wurde, kam es sofort zu Widerständen durch die Bevölkerung. Die Bewohner äußerten sich laut und eine Bürgerinitiative sammelte Unterschriften gegen den Bau.
Von meiner Idee getrieben, ließ ich mich von niemanden beeinflussen und aufhalten mir meinen Traum vom eigenen landwirtschaftlichen Betrieb zu erfüllen.

2008 löste ich den Betrieb mit den 12 Zuchtsauen und 40 Mastschweinen auf.

Im Herbst 2009 wurde der Plan für 250 Zuchtsauen und 1200 Ferkelaufzuchtplätze im
4-Wochenrhythmus genehmigt.

Im Mai 2010 wurde der Stall fertig gestellt und die ersten Jungsauen dänischer Genetik kamen auf dem Betrieb. Ein Moment der Erleichterung und Erfüllung.

2013 Anbau eines Eingliederungsstalles für 50 Jungsauen und 600 Aufzuchtferkelplätze.